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Artist Statement Deutsch
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(Very short version):
„I don’t want everything. I want something“.
Gilbert & George
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(short version):
Mit seiner Arbeit lotet er den Graben aus zwischen der taktilen, analogen Ölmalerei und den körperlosen Techno-Bildern hinter den Glasscheiben unserer Computer. Er beschäftige sich mit Oberflächen, Körperspannung und dem Ausbalancieren von Objekten zu Figur-artigen Skulpturen, die eine „Dissonante Harmonie“ erzeugen und offen lassen, ob ihr Ursprung in der physisch-erfassbaren oder der virtuell-metaphyischen Welt liegt.
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(long version):
Der ersten Generation angehörend, die ihre frühsten Gehversuche machte auf digitalen und analogen Spielplätzen zugleich, verspürt Jonas Baumann den Drang, Virtualität nicht bloss hinzunehmen sondern sie auch zu lokalisieren und zu erfassen.
Mit seiner Arbeit lotet er den Graben aus zwischen der taktilen, analogen Ölmalerei und den körperlosen Techno-Bildern hinter den Glasscheiben unserer Computer. Ihn interessieren sowohl die Unvollkommenheit und die Präsenz, die ein von Hand gemaltes Bild wie eine metaphysische Glocke umfasst, als auch auch die klare, samtene Kühle von digitalen Reproduktionen. Sich diametral gegenüberliegende Antipoden zu verbinden, sie miteinander zu vereinen und in Bezug zu setzen, ist immer wieder Kern seines Antriebs. Wie ein forschender Wanderer, der im Dickicht aufgestöberte Objekte aufsammelt und daheim herzeigt, fördert er Bilder zu Tage, die aus dem Beobachten und erleben scheinbar unvereinbarer Gegensätze entstehen. Er beschäftige sich mit Oberflächen, Körperspannung und dem Ausbalancieren von Objekten zu Figur-artigen Skulpturen, die eine „Dissonante Harmonie“ erzeugen und offenlassen, ob ihr Ursprung in der physisch erfassbaren oder der virtuell metaphyischen Welt liegt.
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Artist Statement English
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(Very short version):
„I don’t want everything. I want something“.
Gilbert & George
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(short version):
With his work he explores the gap between tactile, analog oil painting and the disembodied techno images behind the glass panes of our computers. He deals with surfaces, body tension and the balancing of objects into figure-like sculptures that create a „dissonant harmony“ and leave it open whether their origin lies in the physical-perceivable or the virtual-metaphysical world.
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(long version):
Belonging to the first generation that took its first steps on digital and analog playgrounds at the same time, Jonas Baumann feels the urge not just to accept virtuality but also to localize and capture it.
With his work he explores the gap between tactile, analog oil painting and the disembodied techno images behind the glass panes of our computers. He is interested in both the imperfection and presence that encompasses a hand-painted image like a metaphysical bell, as well as the clear, velvety cool of digital reproductions. Connecting diametrically opposed antipodes, uniting them and relating them to each other is always the core of his drive. Like an inquiring hiker who collects objects found in the thicket and presents them at home, he brings to light images that arise from observing and experiencing seemingly irreconcilable opposites. He deals with surfaces, body tension and the balancing of objects into figure-like sculptures that create a „dissonant harmony“ and leave it open whether their origin lies in the physical-perceivable or the virtual-metaphysical world.
